Schatten und Licht

Manche Themen sind ja doch eher sperrig und dunkel. Lepra gehört für mich dazu: Wenn ich das Wort höre, denke ich an Bibeltexte aus dem Kommunionsunterricht und das Grauen, das ich damals empfand, als ich mir Menschen ohne Finger und Nasen vorstellte. Bisher war ich daher auch noch nie versucht, das Münsteraner Lepramuseum in Kinderhaus zu besuchen. Morgen aber gibt es einen interessanten Anlass. Die Gesellschaft für Leprakunde lädt um 17.15 Uhr zu einer Lesung literarischer Texte zu Lepra. Weder kannte ich bisher die Gesellschaft, noch habe ich eine Vorstellung davon, wer das Thema literarisch verarbeitet hat, und wo. Ob diese Texte auch so bedrückend sind wie die Bibelpassagen?

Was für mich etwas Licht in das Thema bringt, ist die Tatsache, dass ich durch einen kurzen Veranstaltungshinweis wieder einmal auf eine Literatur-Initiative gestoßen bin, die ich noch nicht kannte: Die Lesung wird vom „Vorlese-Club Hiltrup“ durchgeführt. Komisch eigentlich, dass ich von diesem Club noch nie gehört habe, denn in den Archiven der lokalen Presse gibt es einige Berichte, z.B.:  http://www.wn.de/Muenster/Stadtteile/2013/02/Hiltruper-VorLeseClub-83-Veranstaltungen-in-sieben-Jahren-Spiel-mir-das-Lied-des-Lebens

Ich finde es großartig, dass es in unserer Stadt so etwas gibt! Das möchte ich auf jeden Fall mal erleben. Allerdings vielleicht doch lieber ein anderes Mal: Wenn Inhalt und Ort der Lesungen immer so genau auf einander abgestimmt werden, dann warte ich gerne noch ein bisschen auf ein helleres Thema in helleren Zeiten…

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