Im Mai: Die Stadt, die Literatur und die Akteure

Wer engagiert sich in Münster für die Kultur, speziell die Literatur – im Auftrag von Stadt und Land, von Politik und Verwaltung, beruflich, öffentlich und privat: Mit den Akteuren und ihren Aktionen möchte ich mich im Mai beschäftigen. Weil ich selbst aktuell kein Mitglied eines literarischen Vereins, Gremiums oder Netzwerkes in Münster bin, kann ich dieses Thema aus der neutralen Sicht einer interessierten Bürgerin betrachten – und bin schon sehr gespannt…

Stolz berichten darf ich, dass ich auch am Tag der Arbeit nicht geruht, sondern schon einen Akteur erlebt habe, nämlich Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Ribbat, der von 1980 – 2004 am Fachbereich Germanistik der WWWU lehrte und u.a. umfassend zu Döblin und Droste geforscht hat. In der Reihe „Gelehrte im Theater“ sprach Prof. Ribbat zum Thema „Erzählter Weltkrieg“ – eine interessante und gut besuchte Veranstaltung, in der einige Autoren jenseits von Remarque zur Sprache kamen und mit eindringlichen und teils drastischen Worten der grausigen Realität des ersten Weltkriegs eine ästhetische Dimension gaben. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir das kurze Gedicht von August Stramm, das Prof. Ribbat zu Anfang seines Vortrags rezitierte:

Patrouille

Die Steine feinden
Fenster grinst Verrat
Aeste würgen
Berge Sträucher blättern raschlig
Gellen
Tod.

Schwere Kost insgesamt – und um so größer am späteren Nachmittag der bewusste Genuss, bei schönstem Frühlingswetter noch eine Fahrradtour durch liebliche und friedliche Münsteraner Landschaften zu machen.

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