Die Wiederentdeckung des Schreibens, analog und in Echtzeit

Meine Kinder lernen in der Schule verschiedene Varianten des Seilchenspringens – aber sie dürfen nicht „Seilchenspringen“ dazu sagen: Es heißt „Rope skipping“. Daran musste ich gerade denken, als ich davon las, dass das Schreiben von Postkarten wieder „in“ ist – allerdings nennt man es jetzt „Postcrossing“.Wer Mitglied bei http://www.postcrossing.com wird, findet dort die Adressen von Menschen in aller Welt, die gerne Postkarten bekommen, kann diesen Menschen schreiben und steigert seine Chancen, zwischen all den Rechnungen im Briefkasten wieder einen netten Gruß zu finden. „Brieffreundschaft“ würde ich das jetzt nicht nennen, aber es erscheint doch persönlicher als eine Email.

Ich selbst schreibe noch immer gerne Briefe mit der Hand, am liebsten mit Füller. Ich kann das „Letter writing“ sehr empfehlen, auch als transmediale Erfahrung: Inzwischen rufen viele Adressaten an, um sich persönlich für die erhaltenen Zeilen zu bedanken und für die viele Zeit, die ich investiert habe – nicht nur für’s Schreiben, sondern auch für den Weg zur Post.

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