Rezept gegen Langeweile und Mittelmaß

Heute erinnerten die Lokalzeitungen an Münsters Bewerbung als „Kulturhauptstadt“ vor 10 Jahren. Dazu kommentiert Klaus Baumeister in der WN: „Damals war der Ehrgeiz der Stadtgesellschaft mit Händen zu spüren, damals hieß die Losung: ‚In einer Liga mit Oxford und Bilbao!“ Und heute? Heute, so beantwortet Baumeister selbst diese Frage, fühle sich Münster „im selbstgefälligen Niemandsland des Mittelmaßes am wohlsten“, heute spiegele der Kommunalwahlkampf nur „die schläfrige Langeweile der vergangenen Jahre wider“, zwischen den Diskussionen um Spaßbad und Stadiontribüne. Und er schließt seinen Kommentar mit den Worten: „Armes Münster!“

Lieber Herr Baumeister, ich sehe das optimistischer. Wenn es Münster einmal gelungen ist, die Stadtgesellschaft zu mobilisieren, warum nicht auch ein zweites Mal – mit einem so spannenden Ziel wie der Teilhabe am Netzwerk der UNESCO Creative Cities?

Einer der ganz großen Vorteile: Man kann nicht verlieren, sondern nur gewinnen, denn es gibt keinen Wettbewerb und keinen Vergleich der Bewerberstädte. Jedes Jahr wieder dürfen sich Stadtgesellschaften aus der ganzen Welt bewerben – und wer überzeugende Argumente und das entsprechende Potenzial hat, erhält eine Würdigung und einen Titel, der unbefristet ist und den Austausch mit vielen interessanten anderen Stadtgesellschaften ermöglicht und fördert.

Ein solcher Austausch wäre ein super Rezept gegen jede Langeweile, finde ich. Und um das Mittelmaß hinter sich zu lassen, muss man sich bei uns in Münster nur einmal genauer umsehen…

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