Wortkunst vom Kunstwerk

„Deutschland“, „Kinder“ und „Google“: Das waren die Worte, die mir heute Abend an der Ecke Friedrichstraße/Warendorfer Straße geboten wurden – dann schaltete die Verkehrsampel auf grün, und wir mussten weiterfahren. Schade. Ich bin nach wie vor fasziniert von der „BIT.REFLECTION“, der Skulptur von Julius Popp, die Wörter an die Fassade der NRW-Bank projiziert. Ursprünglich war geplant, dass die Skulptur nur tagsüber „spricht“: Dann verwandeln die 806 Spiegel des Kunstwerks Sonnenlicht in Schrift und Wörter in Lichtprojektionen. Gesteuert von einem Algorithmus, benennen zeigen diese Reflektionen die Themen auf, die im Internet gerade aktuell sind. Inzwischen hat es der Künstler geschafft, dass die BIT.REFLECTION auch nachts ihre Lichtworte schreibt. Ich schau mir das Lichtspektakel gerne an und freue michdeshalb immer, wenn ich – wie heute – als Beifahrer unterwegs bin…

Auf jeden Fall ist die BIT.REFLECTION ein echter Hingucker, Tag und Nacht. Darüber hinaus ist sie für mich ein gelungenes Beispiel für ein Kunstwerk, dass die Grenzen zwischen den Disziplinen überwindet: Skulptur und Lichtinstallation und Text passen hier sehr gut zusammen. Diese bewusste Grenzüberschreitung gehört zu den Markenzeichen des Künstlers – und ist in seinem Lebenslauf angelegt: Julius Popp ist ausgebildeter Fotograf und hat Bildende Künste studiert. Seine Werke finden auch bei Wissenschaftlern Beachtung – als Beiträge zum Thema „Künstliche Intelligenz“.

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