Bedürfnisse, literarisch gefasst und verkündet

Ein literarisches Erlebnis ganz neuer Art erwartet die Münsteraner im September: 30 Tage lang will Wilm Weppelmann auf seiner Garteninsel auf dem Aasee leben, künstlerisch zum Thema „Bedürfnisse“ arbeiten – und die literarischen Texte, die dabei entstehen, dreimal täglich in alle vier Himmelsrichtungen rufen.

„Call“ nennt er dieses Ritual, das er jeweils zum Sonnenaufgang, zur Mittagsstunde und zum Sonnenuntergang wiederholen wird. Nichts bleibt dem Zufall überlassen, auch die Länge seiner Texte hat Weppelmann vorab festgelegt: Jeden seiner Tage „auf See“ widmet er einem menschlichen Bedürfnis und plant, zwei Mal täglich 30 Worte zu dem jeweiligen Bedürfnis zu schreiben.

Ein weiteres Ritual: Täglich um 17 Uhr wird ein Ruderboot an seiner Insel anlegen und Texte mit an Land nehmen. Vermutlich, um sie sicher zu stellen – in diesem „neuen Münster“, das der Kraft des Wassers mit gesteigertem Respekt begegnet.

 

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