Stadtschreiber/in gewünscht!

Mainz hat einen und Halle an der Saale; Erfurt und Dresden, Mannheim und Tübingen, Unna und Trier und sogar Otterndorf: einen Stadtschreiber. Wir in Münster haben keinen. Ich wünsch mir einen!

Ausstattung und Finanzierung von Stadtschreiber-Stipendien variieren je nach Stadt. In Dresden rief z.B. die Dresdner Stiftung Kunst & Kultur der Ostsächsischen Sparkasse Dresden zur Bewerbung auf, in Erfurt ist es „nur“ die Stadt. Übereinstimmend endet die Bewerbungsfrist für das jeweils nächste Jahr gegen Ende November, und mit der Stadtschreiber-Ehre ist meist eine monatliche finanzielle Zuwendung und eine Unterkunft in der jeweiligen Stadt verbunden. Manchmal geht es aber, wie im Falle des Stadtschreiber-Stipendiums des Kulturforums, auch ins Ausland: Es „soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche gelebt haben und heute noch leben, in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Als Wanderstipendium konzipiert, wird es an herausragenden Orten des östlichen Europa angesiedelt und soll dort für gegenseitiges Verständnis werben und den interkulturellen Dialog fördern“ (http://www.kulturforum.info/de/topic/1019466.stadtschreiber-stipendium.html). Die erste Stipendiatin war 2009 Sabrina Janesch, die ihren Aufenthalt in Danzig auch zu Recherchen für ihre Romane nutzen konnte.

Was sollen, was können Stadtschreiber/innen leisten? Ich zitiere aus der Ausschreibung der Stadt Dresden: „Das Stipendium soll der Stadtschreiberin bzw. dem Stadtschreiber Freiraum bieten, künstlerische Ideen umzusetzen und die Begegnung mit der Dresdner Öffentlichkeit ermöglichen. Sparkassenstiftung und Landeshauptstadt gehen davon aus, dass der Stadtschreiber die Zeit weitgehend in Dresden verbringt, die literarischen Traditionen der Kulturstadt bereichert und durch eigene Veranstaltungen der Bedeutung von Sprachkultur und Literatur Impulse verleiht.“ (http://www.literaturhaus-dresden.de/index.php?option=com_content&view=article&id=15&Itemid=16)

Die Stadt Erfurt formuliert es so: „Die Förderung von Autorinnen und Autoren durch eine Erfurter Stadtschreiberstelle ist eine Art geistiger Visitenkarte der thüringischen Landeshauptstadt. Erfurt als eine der ältesten Buchdruckerstädte Deutschlands soll so mehr in den Mittelpunkt des literarischen Interesses gerückt und als Literaturstandort profiliert werden.“ (http://www.erfurt.de/ef/de/engagiert/kunst/stadtschreiber/)

„Eine geistige Visitenkarte“ der Stadt Münster – wie würde die wohl aussehen?

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